Musisches Gymnasium

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Warum Italienisch lernen?

 

 »Ciao bella!« - »Un cappuccino, per favore« - allora, sprechen wir nicht alle ein bisschen Italienisch? Wozu es also in der Schule lernen, wenn unsere Sprachbrocken doch für den Urlaub ausreichen und im Job ohnehin Englisch gefragt ist? Warum diese Chance nutzen, die das Camerloher Gymnasium als einzige Schule im Landkreis Freising seinen Schülern bietet?

È tutto ovvio, ist doch ganz klar: Italienisch ist eine kleine Sprache, doch gerade darum lohnt es sich, sie zu lernen. Wer Italienisch kann, der hat denjenigen etwas voraus, die „nur“ die großen Weltsprachen beherrschen. Er kann in einer der schönsten Sprachen der Welt parlieren und hat sich mit der Kultur eines Landes vertraut gemacht, das unseren Lebensstil prägt wie kein zweites. Er kann punkten in Freizeit und Beruf und wird nicht nur in der Espressobar bella figura machen.

 Warum also Italienisch lernen?

 + Eine Fremdsprache allein reicht für junge Bürger im modernen Europa nicht mehr aus. Personalchefs betrachten Englisch ohnehin als eine Selbstverständlichkeit und vergeben Pluspunkte an Bewerber, die eine weitere Sprache beherrschen. Wer einen Blick in den überregionalen Stellenmarkt etwa der Süddeutschen Zeitung wirft, der wird feststellen, dass immer häufiger die Kenntnis des Englischen und einer weiteren Fremdsprache verlangt wird. Die alte Festlegung auf die klassischen Fremdsprachen Englisch und Französisch geht zurück. Ragazzi, Kinder, lernt also, was euer Herz begehrt!

 + Italien ist unser (Fast-) Nachbar in Europa und einer der wichtigsten Handelspartner Bayerns, in manchen Wirtschaftszweigen sogar der wichtigste.

Bundesweit gesehen ist Italien der zweitgrößte Handelspartner, und mehr als

600 000 Italiener leben in Deutschland. Die Verbindungen reichen von der Modebranche über Banken und Versicherungen bis hin zur Landwirtschaft.

Da ist es nur logisch, dass viele von uns Italienisch in Freizeit und Beruf gut gebrauchen können.

 + Italien prägt unseren Alltag und Lebensstil wie wohl kein anderes Land. Wir machen unseren Kaffee mit dem italienischen Vollautomaten, schlüpfen in einen unserer von Italienern designten Pullover, hören italienische Musik und gehen italienisch essen. Die Zahl der Vespas auf deutschen Straße steigt, und im Urlaub fahren wir selbstverständlich nach Florenz, nach Rimini und Terracina. Italien und Italienisch sind einfach hip, oder, wie die Italiener selbst es ausdrücken würden, vanno di moda.

 + Camerloher aufgepasst! Italienisch ist die Sprache der Musik, der Oper, der Kunst und Kultur. Musiker, Theaterwissenschaftler und bildende Künstler kommen an Italienisch nicht vorbei. Italien und seine Kultur stellen seit Jahrhunderten für Kunstschaffende aus aller Welt eine wichtige Inspirationsquelle dar, nach Schätzungen der UNESCO verfügt Italien über 60 Prozent des gesamten Weltkulturerbes. Die europäische Kulturgeschichte haben die Italiener entscheidend geprägt, man denke nur an die Dichter Dante, Petrarca und Boccaccio, an die Maler und Bildhauer von Botticelli über Leonardo da Vinci und Michelangelo bis hin zu Caravaggio, an die Musiker Verdi, Rossini und Puccini sowie an die modernen Schriftsteller Antonio Tabucchi, Italo Calvino oder Umberto Eco. Italienisch lernen heißt nicht nur, Wörter und Grammatik zu pauken. Es geht auch darum, in die Mentalität und Kultur Italiens einzutauchen und sie lieben zu lernen.

 + Italienisch ist nicht so lächerlich leicht, wie viele glauben, und eine große Portion Fleiß ist wie beim Erlernen einer jeden Fremdsprache die Voraussetzung für den Erfolg. Jedoch: Italienisch bietet kaum Einstiegsprobleme. Die Nähe von Lautbild und Schriftbild ermöglicht es, sich rasch in die neue Sprache hineinzufinden, schnell Fortschritte zu machen und motivierende Erfolgserlebnisse zu haben. Gerade bayerische Schüler tun sich leicht mit dem Italienischen und rollen das r meist ebenso gekonnt wie ihre Altersgenossen jenseits des Brenners.

 + Italien ist nah und Italienischkenntnisse haben einen großen praktischen Nutzen – ob im Urlaub, bei Brief- und E-Mail-Freundschaften, bei einem Schüleraustausch oder einer Studienfahrt. Später helfen sie außerdem bei internationalen Studiengängen. Gerade in den Bereichen Jura und BWL genießen italienische Hochschulen einen hervorragenden Ruf.

 + Italienisch ist eine wundervolle, musikalische Sprache, die nicht nur gesprochen, sondern auch mit Gesten ausdrucksvoll begleitet wird. Italienisch zu sprechen heißt immer auch ein wenig Theater zu spielen – e questo ci piace da morire, das gefällt uns einfach unglaublich gut!